Sanitär-Silikon vs. Acryl: Wann verwendet man was?

Sanitär-Silikon vs. Acryl

Stehst du im Baumarkt vor dem Regal und fragst dich: Nehme ich für meine Fugen nun Silikon oder Acryl? Keine Sorge, damit bist du nicht allein! Die Wahl der richtigen Fugenmasse entscheidet darüber, ob dein Bad dauerhaft schimmelfrei bleibt und ob deine überstrichene Wand später Risse bekommt.

Die Faustregel ist zum Glück ganz einfach: Es hängt primär davon ab, ob die Fuge wasserdicht sein muss oder ob du sie später überstreichen möchtest.

Die schnelle Entscheidungshilfe

Wenn du es eilig hast, merke dir einfach diese beiden Grundregeln:

  • Sanitär-Silikon: Nutze es für alles, was direkt mit Wasser in Kontakt kommt (Bad, Dusche, Küche).
  • Acryl: Nutze es für Trockenbereiche, Risse im Putz und Anschlüsse, die du später überstreichen willst.

Sanitär-Silikon: Der Spezialist für Nässe

Silikon ist ein elastischer Kunststoff auf Kautschukbasis. Es ist der absolute Held im Badezimmer, denn es ist extrem wasserabweisend und bleibt auch bei starken Temperaturschwankungen flexibel.

Die wichtigsten Fakten zu Silikon:

  • Einsatzorte: Dusche, Badewanne, Waschbecken, Toiletten sowie Übergänge von Fliesen zu Sanitärobjekten.
  • Deine Vorteile: Es ist absolut wasserundurchlässig, sehr dehnbar und oft pilzhemmend (mit Fungiziden gegen Schimmel versetzt).
  • Der Haken: Es ist nicht überstreichbar! Wandfarbe perlt auf der glatten Oberfläche einfach ab.

Acryl: Der Favorit für Malerarbeiten

Acryl ist weniger elastisch als Silikon, dafür aber “plasto-elastisch”. Das bedeutet, es lässt sich hervorragend verarbeiten und bildet nach dem Trocknen eine matte Oberfläche, die perfekt für Farbe ist.

Die wichtigsten Fakten zu Acryl:

  • Einsatzorte: Risse im Mauerwerk oder Putz, Anschlussfugen an Türzargen, Fenstern oder Sockelleisten.
  • Deine Vorteile: Es ist problemlos überstreichbar, geruchsarm und lässt sich mit Wasser reinigen, solange es noch frisch ist.
  • Der Haken: Es ist nicht wasserdicht und reißt schneller bei starker Dehnung. In der Dusche würde Acryl mit der Zeit aufweichen oder sich lösen.

Die Unterschiede im direkten Vergleich

Damit du nie wieder zur falschen Kartusche greifst, hier alle Eigenschaften auf einen Blick:

MerkmalSanitär-SilikonAcryl
OberflächeGlänzend, eher klebrigMatt, eher staubanfällig
WasserfestJa, absolut wasserdichtNein, wasserdurchlässig
ÜberstreichbarNeinJa
DehnbarkeitSehr hoch (Dauerelastisch)Gering bis mittel
GeruchOft essigartig (beim Aushärten)Fast geruchlos

Der Profi-Tipp für alte Fugen

Du renovierst und bist unsicher, was bereits in einer alten Fuge steckt? Mach den Test:

Silikon fühlt sich gummiartig-glatt an und lässt sich oft wie ein Gummiband am Stück abziehen. Acryl hingegen ist härter, matter und reißt beim Abziehen viel schneller ein.

Viel Erfolg bei deinem nächsten Heimwerker-Projekt!

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