Was ist Berliner Hummer?

Was ist Berliner Hummer?

Berliner Hummer ist kein echter Hummer, sondern ein Spitzname für die Roten Amerikanischen Sumpfkrebse, die sich in Berlin stark ausgebreitet haben und inzwischen als lokale Delikatesse gelten.

Was genau steckt dahinter?


Herkunft des Begriffs

  • Die Tiere sind Rote Amerikanische Sumpfkrebse (Procambarus clarkii), eine invasive Art, die ursprünglich nicht in Deutschland vorkommt.
  • Weil sie in Berlin – besonders in Parks wie dem Tiergarten – massenhaft auftauchten, erhielten sie scherzhaft den Namen „Berliner Hummer“.

Warum sind sie in Berlin?

  • Die Krebse wurden eingeschleppt und haben sich durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit stark vermehrt.
  • Behörden versuchten, die Ausbreitung einzudämmen, was jedoch nur begrenzt gelang.

Vom Problem zur Delikatesse

  • Da die Tiere sich so stark vermehrten, begannen Berliner Restaurants und Wochenmärkte, sie als regionale Spezialität anzubieten.
  • Dadurch wurde aus einer ökologischen Plage eine kulinarische Chance – daher der humorvolle Name „Berliner Hummer“.

Geschmack und Textur

  • Das Fleisch der Roten Amerikanischen Sumpfkrebse ist zart und leicht süßlich, ähnlich wie Garnelen oder Flusskrebse.
  • Es hat eine feine, nussige Note, die manche mit echtem Hummer vergleichen – daher auch der scherzhafte Name.
  • Die Konsistenz ist fest, aber nicht zäh, und eignet sich gut für verschiedene Zubereitungsarten.

Kulinarische Verwendung

  • In Berlin werden die Krebse oft gekocht, gebraten oder gegrillt serviert.
  • Beliebt sind Gerichte wie Sumpfkrebse mit Knoblauchbutter, in Pasta oder Risotto, oder auch als Streetfood-Snack.
  • Manche Restaurants nutzen sie sogar für kreative Fusion-Küche, etwa in asiatisch inspirierten Gerichten.

Besonderheit

  • Der Geschmack wird auch dadurch interessant, dass die Tiere frisch aus Berliner Gewässern stammen – eine regionale Delikatesse mit einer ungewöhnlichen Geschichte.

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