DIY-Guide: Silikonfugen erneuern – So klappt es auch bei Anfängern!

Silikonfugen erneuern

Verfärbte, rissige oder gar schimmelige Silikonfugen lassen das schönste Badezimmer ungepflegt aussehen. Die gute Nachricht? Du musst dafür keinen teuren Handwerker rufen! Das Erneuern von Silikonfugen ist ein klassisches DIY-Projekt, das mit der richtigen Technik und etwas Geduld auch absoluten Anfängern problemlos gelingt.

Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du alte Fugen entfernst und neue, saubere Silikonlinien ziehst.

Deine Einkaufsliste: Materialien & Werkzeuge


Bevor es losgeht, solltest du dir alle Utensilien griffbereit zurechtlegen. So vermeidest du Stress, während das Silikon bereits trocknet.

Werkzeug / MaterialWofür du es brauchst
Cutter- oder FugenmesserZum sauberen Herausschneiden der alten Fuge.
Silikon-EntfernerOptional, aber hilfreich für hartnäckige Reste.
Reinigungsalkohol / AcetonUm die Flächen absolut fett- und staubfrei zu machen.
StaubsaugerZum schnellen Entfernen von Schmutz und Krümeln.
SilikonkartuschePassend zum Raum (z. B. spezielles Sanitär-Silikon fürs Bad).
KartuschenpresseAuch Silikonpistole genannt, zum Auftragen.
GlättmittelSpezielles Trennmittel für eine perfekte Oberfläche.
FugenabzieherEin Glätt-Set hilft dir bei einem sauberen, geraden Profil.

In 6 einfachen Schritten zur perfekten Fuge


  1. Altes Silikon entfernen: Schneide mit dem Cuttermesser vorsichtig oben und unten an der alten Fuge entlang. Ziehe den Silikonstrang heraus und kratze die Reste mit einem Schaber ab. Achtung: Pass auf, dass du empfindliche Oberflächen wie Acrylwannen nicht zerkratzt!
  2. Gründlich reinigen: Sauge die leere Fuge gut aus. Wische die Klebeflächen danach großzügig mit Isopropanol (Reinigungsalkohol) ab. Das neue Silikon haftet nur optimal, wenn der Untergrund komplett staub- und fettfrei ist. Lass alles gut trocknen.
  3. Kartusche vorbereiten: Schneide die Spitze der Silikonkartusche schräg an. Die Öffnung sollte ungefähr so breit sein wie deine Fuge. Setze die Kartusche in die Pistole ein und drücke ein kleines Stück Silikon auf ein Papiertuch, um eingeschlossene Luftblasen zu entfernen.
  4. Neues Silikon auftragen: Setze die Spitze in einem 45°-Winkel an der Fuge an. Drücke das Silikon mit gleichmäßigem Druck und konstanter Geschwindigkeit hinein. Sei hierbei nicht zu sparsam – die Fuge muss komplett gefüllt sein.
  5. Die Fuge glätten: Besprühe die frische Fuge mit deinem Glättmittel. Ziehe überschüssiges Material anschließend mit dem Fugenabzieher in einem Rutsch zügig ab. Für den letzten Feinschliff kannst du vorsichtig mit einem in Glättmittel getauchten Finger nachziehen.
  6. Ausreichend trocknen lassen: Silikon braucht Zeit zum Aushärten! Als grobe Faustregel gilt: Pro Millimeter Fugenbreite solltest du etwa 12 Stunden einplanen. Schütze die frische Fuge in den ersten 24 Stunden unbedingt vor Wasser.

Wichtige Profi-Tipps für dein Projekt


  • Schimmelschutz nicht vergessen: Wenn deine alte Fuge bereits von Schimmel befallen war, reicht das bloße Entfernen nicht aus. Behandle die offene Stelle unbedingt mit einem Schimmelvernichter, bevor du das neue Silikon aufträgst.
  • Vorsicht vor Spülmittel: Viele schwören auf herkömmliches Spülmittelwasser zum Glätten. Profis raten jedoch oft davon ab, da bestimmte Inhaltsstoffe das Silikon porös machen oder verfärben können. Greife im Zweifel lieber zu einem speziellen Glättmittel.

Hast du schon einmal selbst Fugen gezogen oder traust du dich jetzt an dein erstes Projekt? Teil deine Erfahrungen!

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